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Von Korsika über Sardinien nach Italien ans Festland

  • Autorenbild: JoyFull
    JoyFull
  • 26. Juni 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Ajaccio - Bonifacio

Von Ajaccio nach Bonifacio waren es rund 60 Seemeilen. Wir segelten die Strecke in zwei Etappen und ankerten am ersten Abend auf 7 Metern über Sand, in der glasklaren Bucht von Cupabia. Gegen 15:00 Uhr am nächsten Tag fuhren wir in den Hafen von Bonifacio ein. Glücklicherweise haben wir im Hafen einen Platz reserviert, denn dieser war bei unserer Ankunft bereits ausgebucht. Charterschiffe so weit das Auge reicht und auch das Hafenkino liess nicht lange auf sich warten. Hin und wieder braucht es Überwindung sein Schiff zu verlassen, denn man sieht oft waghalsige und unkontrollierte Manöver in den meist überfüllten Häfen.

So konnten wir in Bonifacio unsere JoyFull wieder einmal vor dem Zusammenstoss mit einem Charterschiff bewahren.

Bonifacio selbst hat uns dennoch gut gefallen.

Die Hafeneinfahrt welche sich wie eine Schlucht bis zum Hafenbecken erstreckt, ist wohl einzigartig. Die Zitadelle von Bonifacio lädt zum verweilen ein, man könnte meinen in einer anderen Zeit zu leben. Vom Meer, aus Süden her kommend, wirkt die Stadt auf Ihren hohen Klippen uneinnehmbar. Es ist wunderschön anzuschauen.

Und so ging es für uns dann auch weiter in Richtung Sardinien.



Sardinien und das Maddalena Archipel

Um uns zwei Wochen im Maddalena Archipel, welches den nördlichste Teil von Sardinien bildet, aufhalten zu dürfen, benötigten wir eine Aufenthaltsbewilligung. Diese kann im Internet oder direkt bei den offiziellen Behörden gelöst werden. Die Kosten belaufen sich für Schiffe unserer Grösse auf rund 50 Euro pro Woche.

Die ersten vier Tage unseres Aufenthaltes verbrachten wir im gut geschützten Hafen von Cavetta, denn der Mistral bläst auch hier noch ordentlich.

Im Maddalena Archipel besuchten wir fünf Buchten und lagen neun Tage vor Anker.

Die Landschaft hat uns gut gefallen, jedoch sind die Buchten trotz Vorsaison bereits sehr voll und teilweise sogar überfüllt. Zudem sind die Hafenpreise enorm. Für eine Nacht bezahlt man hier gut und gerne 120-160 Euro. Viele der Marinas in Italien sind in Privatbesitz und kennen keine Preisliste. Die Nachfrage bestimmt somit den Preis.

Glücklicherweise ist der Hafen von Cavetta eine Staatliche Marina und es gibt wie in Frankreich geregelte Preise.

Das war einer der Hauptgründe warum wir uns kurzerhand entschlossen haben, Sardinien zu verlassen und zurück nach Korsika auf die Ostseite zu segeln.



Korsika - Elba

Zurück in Frankreich fühlen wir uns schon fast wie Zuhause, Korsika gefällt uns sehr gut und auch die Sprache fliesst von Tag zu Tag besser. Nun an der Ostseite müssen wir feststellen, dass uns gegen alle Empfehlungen die Küste sehr zusagt. Es gibt unendlich viele Sandstrände an welchen bei ruhigem Wetter problemlos geankert werden kann. So verbrachten auch wir einige tage vor Anker. Wir besuchten die Häfen Solenzara und Taverna. Denn zwischen Porto Vecchio und Bastia gibt es keine andere Möglichkeit.

Von Taverna segelten wir dann bei idealen Bedingungen in zehn Stunden nach Porto Azzurro auf der Insel Elba. Das Wetter der letzten Woche ist von einem gigantischen Sandsturm gezeichnet, überall haftet der klebrig rotgelbe Saharastaub. Das Himmelszelt ist dunkel wie an einem Regentag. Wir hoffen bald auf nördliche Winde, die die Luft wieder klarer werden lassen.


Elba - Italienisches Festland

Nun geht es in Richtung Süden. Am italienischen Festland sind auch die Marinas wieder einigermassen bezahlbar und wir hoffen in vier Wochen Sizilien zu erreichen. Auf dem Weg nach Süden möchten wir gerne in Rom halt machen.


Begegnungen

Uns geht es allen gut und wir geniessen die Zeit am Meer. Ausserdem durften wir im letzten Monat viele schöne Bekanntschaften machen. Wir trafen unsere französischen Freunde aus Ajaccio und verbrachten zwei nette Abende auf unseren Booten. Mit einem anderen gleichaltrigen Paar konnten wir unsere Fähigkeiten beim Brettspiel, vor Anker und im Hafen unter beweis stellen.

Auch trafen wir eine nette Schweizer-Chartercrew. Eine der spannendsten Begegnungen war ein deutsches Paar auf Ihrer Etap 22, welche wir dann auf Elba wieder treffen durften und uns riesig freuten. Auf Elba spendierte uns dann noch ein Paar aus Österreich die Liegegebühr für eine Nacht im Hafen. So viele liebe Menschen die wir kennen lernen durften.


Autor: Silvan und Manuela



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