
JoyFull
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Hersteller: Hallberg Rassy
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Typ: 352 Scandinavia
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Baujahr: 1980
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Baunummer: 114
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Refit: 2021-2023
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Länge:10.54m
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Breite: 3.38m
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Tiefgang: 1.67m
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Gewicht: 7t
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Diesel: 240l
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Wasser: 300l
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Motor: Volvo Penta D2-50F

Technik
- Teile der Elektronik und Sanitär Einrichtung erneuert
- Ankerwinde ersetzt
- Neuer Kartenplotter, Radar, Funk und AIS installiert
- Rigg check, neues Vorstag
- etc.

Optik
- Neue blaue Streifen
- Unterwasseranstrich
- Sprayhood erneuert
- Gesamte Bilge neu gestrichen
- Plexiglas der Luken ersetzt
- etc.
Refit
Hier eine kurze Zusammenfassung, was wir während des Umbaus gemacht haben. Genaueres findet Ihr weiter unten.
Viel Spass beim Stöbern!



Winschenservice
Der Winschservice ist kein Hexenwerk, in kurzer Zeit kann man seine Winschen wieder flott machen. Man benötigt lediglich ein passendes Service-Kit, wenig Werkzeug und den richtigen Reiniger.
Vorgehen:
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welche Winschen habe ich
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passendes Service-Kit beschaffen
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Winschen systematisch zerlegen
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Teile mit Bremsenreiniger oder Diesel reinigen
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Auf Defekte prüfen (Zahnräder und Kränze kontrollieren)
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abgerundete Sperrklinken und gebrochene Federn ersetzen
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Winschenfett auf alle Teile ausser Sperrklinken und Federn dünn auftragen
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Sperrklinken und Federn mit Winschenöl beträufeln dadurch wird das verkleben deutlich verringert
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Winschen zusammenbauen und Funktionskontrolle durchführen
Nötige Werkzeuge und Zubehör:
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Nylon oder Gummihammer
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Schraubenzieher und eventuell Inbusschlüssel
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Dieselfestes Gefäss
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Lappen und Pinsel
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Handschuhe
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eventuell Ersatzteile
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ÖL und Fett für Winschen
Um Ordnung zu halten, ist es empfehlenswert, die Winschen nacheinander zu warten. Teile beim Auseinanderbauen in der richtigen Reihenfolge in eine Kiste zu legen, erleichtert den Zusammenbau und verringert das Risiko, Teile zu verlieren.
Der Häufigste Fehler besteht darin, Sperrklinken verkehrt einzubauen.
Selbermachen lohnt sich!






Borddurchbrüche und Seeventile
Alte und bereits stark abgenutzte Ventile und Durchlässe sollten aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Gerne zeigen wir Euch, wie Ihr das selber machen könnt.
Fast jedes Schiff besitzt mehrere Borddurchbrüche, eine Vernachlässigung kann ohne weiteres zum Verlust des Schiffes führen.
Deshalb ist es umso wichtiger, dass diese in einwandfreiem Zustand sind. Korrosion ist die Häufigste Ursache für Defekte, oft wird diese erst spät, oder gar nie bemerkt.
Da unsere Seeventile und Durchlässe bereits 40 Jahre alt waren, entschieden wir uns dazu, diese auszutauschen.
Vorgehen:
Um die Borddurchlässe auszubauen, muss vorgängig Ventil und Tülle entfernt werden.
Das Seeventil lässt sich mit einer Rohrzange vom noch fest eingebauten Durchlass lösen.
Danach kann auch die Kontermutter am Fitting gelöst werden. Sollte sich dieser zu drehen beginnen, muss von aussen gegengehalten werden. Nun wird die Dichtmasse an der Bordwand mit einem scharfen Messer rundherum eingeschnitten und der Durchlass herausgedrückt. Wenn beim Einbau viel Dichtmasse verwendet wurde, muss diese auch Innen entfernt werden.
Anschliessend können die Löcher im Rumpf für die Montage vorbereitet werden.
Dazu gehört auch das Entfernen aller Klebrückstände.
Hilfreiche Mittel sind Schleifmaschine und Teppichmesser. Denn die Schale muss Aussen plan und sauber sein. Alle Stellen, welche mit Dichtmasse in Berührung kommen, sind gründlich anzuschleifen und zu entfetten.
Dazu eignet sich Putzverdünner ausgezeichnet.
Nun können die neuen Borddurchlässe eingebaut werden. Dichtmasse, in unserem Fall Sika 221i, wird um den Fitting grosszügig und ohne Unterbruch aufgetragen, da sich ansonsten Lufteinschlüsse und undichte Stellen bilden könnten.
Den Fitting von Aussen an die Bordwand drücken und Innen die Kontermutter festziehen. Dabei darf sich dieser nicht mehr drehen. Dies geschieht durch gegenhalten von Aussen.
In unserm Fall hat sich ein Hebeeisen gut geeignet.
Wenn alles richtig gemacht wurde, drückt nun gleichmässig rund um den Durchlass, Dichtmasse heraus.
Diese kann mit einem Spachtel oder dem Finger abgestreift werden.
Nach aushärten des Klebers, können die Seeventile aufgeschraubt werden.
Um eine Wasserdichte Verschraubung von Metallgewinden zu erhalten, müssen diese mit Hanfschnur oder Teflon-Band eingewickelt werden. Wir verwendeten ausschliesslich Hanf für unsere Verschraubungen. Dazu gilt es, die Gewinde anzurauen und die Hanfschnur in Drehrichtung aufzulegen.
Dies erfordert ein wenig Übung.
Mit einer Drahtbürste wird die Schnur fest ins Gewinde gedrückt und mit dem Finger abschliessend Locherpaste aufgetragen. Nun kann Seeventil und Borddurchlass verschraubt werden. Dazu kann der Durchlass abermals gegen das Verdrehen gesichert werden.
Benötigte Werkzeuge:
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Hebeeisen
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Stechbeitel und Teppichmesser
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Schleifmaschine
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Kitt Presse
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Rohrzange
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Ring-Schlüssel
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Sägeblatt (zum Anrauen)
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Drahtbürste
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Hammer
Viel Spass beim selber machen!









































