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Port Napoléon - Carry le Rouet - Cassis - Bandol

  • Autorenbild: JoyFull
    JoyFull
  • 16. Apr. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Port Napoléon - Carry le Rouet

Am Freitag den 12.04.2024 startete dann die lang ersehnte Reise, wir verliessen den Hafen von Port Napoleon und nahmen Kurs auf den Hafen Carry le Rouet. Die Ausfahrt aus dem Hafen wird durch Bojen markiert, denn nur dieser Bereich ist auch ausgebaggert und bietet genügend Tiefe. Ausserhalb des Fahrwassers ist es gerade mal 0.5m tief. Einigen Schiffen wurde dies offensichtlich zum Verhängnis, denn es sind immer wieder Wracks zu sehen. Gleich am Ende der Fahrrinne trifft man auf ein Verkehrstrennungsgebiet, welches stark befahren wird, denn hier liegt gleich der grosse Industriehafen Fos sur Mer. Es ist immer wieder sehr eindrücklich, an diesen grossen Tankern vorbeizufahren. Als wir dann die Ausfahrt gemeistert hatten, konnten wir endlich das erste mal Segel setzen. Der Wind kam Achterlich mit 5-15Kn und wir segelten eine Strecke von rund 20 Sm. Es kam uns ein wenig unwirklich vor, denn normalerweise segelten wir ja mit unserem Schiff am Bodensee. Alles lief glatt, bis auf das Anlegemanöver, den Seitenwind total vernachlässigt, konnten wir nur mit Hilfe der Hafenangestellten ein sauberes Anlegen bewerkstelligen. Auch hier waren alle Leute äusserst Hilfsbereit und zuvorkommend. So lagen wir also im Hafen von Carry le Rouet und genossen die mediterrane Abendstimmung. Herrlich!


Carry le Rouet - Cassis

Das nächste Ziel war Cassis, denn der Hafenmeister von Carry le Rouet sagte uns, dass sich ein Besuch lohnen würde. Wir wollten spätestens gegen 09:00 Uhr ablegen, denn es lag eine zu segelnde Strecke von ca. 35 Sm vor uns.

Um 08:30 Uhr verliessen wir dann den Hafen und setzten die Segel. Unsere Route führte an Marseille und der Ile Riou vorbei. Der Wind kam Heute genau auf die Nase, wer schon einmal gesegelt ist weiss, das bedeutet aufkreuzen. Gegen 13:00 Uhr war es dann leider windstill und wir fuhren die restliche Strecke unter Motor.

Neuer Tag neues Glück und dieses Mal gelang uns auch ein sauberes Anlegen im engen Hafen von Cassis. Hier lagen wir mit Mooring an einem betonierten Molenkopf, mit bester Aussicht auf das malerische Fischerdörfchen. Der Hafenmeister hatte recht, es ist wirklich bezaubernd und der Ort ist unheimlich stark besucht. Wir entschieden daher den Abend an Bord zu verbringen und uns das Städtchen, in aller Ruhe am kommenden Morgen anzuschauen. Der Ort scheint wie in eine Bucht gebettet zu sein, man kommt sich ein wenig vor, als sässe man in mitten eines Tales. Auf der einen Seite ist eine Burg zu sehen, die Abends sogar beleuchtet ist. Auf der anderen Seite, die für diese Region typischen Pinien und Pastellfarbenen Fischerhäuschen. Ein Besuch hat sich wirklich gelohnt.


Cassis - Bandol

Für den Sonntag war mehr Wind angesagt und wir waren zuversichtlich, Bandol schon am frühen Nachmittag zu erreichen. Wir rundeten das Kap d'Aigle und fuhren mit einem Vorwindkurs ziemlich direkt nach Bandol. Gegen 14:00 Uhr liefen wir im Hafen ein und wurden auch hier wieder sehr freundlich vom Hafenmeister empfangen. Er wies uns einen Gästeplatz zu und wenig später lagen wir Heck voran an einem grossen Schwimmsteg im riesigen Hafen von Bandol.

Der Ort ist sehr sauber und gepflegt. Man merkt dass man sich nun in der Côte d'Azur befindet, denn auch die Preise haben sich geändert, ein grosses Bier kostet nun gerne mal an die 10 Euro. Zum Glück gibts ja noch den Supermarkt. Ausserdem hat es etliche kleine Kaffes und Restaurants sowie einen grossen Heimischen Markt.


Während der letzten Tage sind uns natürlich auch wieder einige Dinge aufgefallen, die wir gerne verbessern oder anpassen möchten. Deshalb bleiben wir gleich einige Tage an diesem schönen Ort und nutzen die Zeit dafür. Auch bläst schon wieder ein ordentlicher Nordwestwind mit über 35kn Mittelwind, somit haben wir auch keine Eile weiter zu segeln. Unser nächstes Ziel ist dann die Inselgruppe îles d'Hyères.


Autor: Manuela und Silvan



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