Mistral und andere Probleme
- JoyFull

- 13. Apr. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Das Wetter schien wie vorhergesagt einzutreffen. Der Wind wurde stetig mehr und erreichte am Mittwoch dann über 40Kn. Es sollte erst gegen Freitag mit einer Wetterbesserung zu rechnen sein.
Schon beim Ansteuern des Hafenplatzes ist uns aufgefallen, dass der Autopilot wohl einen Defekt aufweist. Komisch, denn am Bodensee vor weniger als einem Jahr, hat noch alles einwandfrei funktioniert. Das war leider nicht alles, denn beim Anschlagen der Segel im Hafen, fiel auf, dass der Unterliekstrecker gebrochen ist.
Schnell war klar, das Abwettern wird zur ,,Werkelwoche''.
Nach zwei Tagen intensiver Suche, fanden wir einen Wackelkontakt am Verbindungsstecker des Anzeigegeräts. Wir fragten uns, ob wir einen solchen Stecker wohl hier vor Ort bekommen könnten, oder ob es gar am Anzeigegerät selbst liegt.
Wie durch Zufall hatte der Bootsausrüster einen solchen Stecker an Lager.
Zurück auf dem Schiff tauschten wir den Stecker aus und prompt funktionierte der Autopilot wieder. Das war geschafft!
Nun blieb uns noch die Reparatur am Grossbaum.
Mittlerweile haben wir uns auch schon mit den Bootsnachbarn angefreundet. Kollegen vom grossen Kanton. Sie Boten uns sogar an, uns mit dem Auto in die Stadt zu fahren, worauf wir später dann auch mit grosser Dankbarkeit zurückgriffen. Denn es gelang uns leider nicht, durch das Hafenbüro genügend Informationen über das Einklarieren zu erhalten. Somit waren wir gezwungen, nach mehreren unbeantworteten Anrufen, ins Zollbüro nach Port Saint Louis zu gehen. Auf dem Zollamt wurden wir, wie bis anhin überall, freundlich empfangen und konnten die Formalitäten schnell erledigen.
Am Donnerstag war es dann soweit, der Wind wurde allmählich schwächer und eine Reparatur am Grossbaum bot sich an. Nach einigen Stunden war es geschafft. Zum Glück hatten wir alle nötigen Ersatzteile und Werkzeuge an Bord. Die Routenplanung für die kommenden Tage steht. Wir möchten bis Sonntag im Port de Bandol sein. Denn dann wird wieder mit Mistral gerechnet. Das sind Rund 80 Sm zu segeln.
Den Mistral (Kalter, trockener und oft starker Fallwind) erlebten wir diese Woche das erste Mal und wir waren froh, im gut geschützten Hafen von Port Napoleon zu liegen, denn die Böen erreichten über 42Kn (rund 80Km/h). Ausserdem war es schön, Bekanntschaften im Hafen zu machen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Crews der Independence und vom Max für die Unterstützung und Hilfe bedanken.
Autor: Silvan und Manuela
















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