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Die Insel Porquerolles und eine defekte Umwälzpumpe am Motor.

  • Autorenbild: JoyFull
    JoyFull
  • 5. Mai 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Porquerolles

Auf der Insel angekommen, lassen wir in einer Bucht das erste mal unseren Anker am Meer fallen. Uns gefällt die Insel schon bevor wir im Hafen ankommen. Sie steht unter Schutz des Nationalparkes Port-Cros. Es wirkt ein wenig wie in der Karibik. Der Hafen von Porquerolles, als einziger Hafen auf den Hyères Inseln, ist nicht sehr gut geschützt, bietet jedoch viel Platz für Gäste. Wir liegen an einem langen Steg mit Mooring, direkt an der Innenseite der Aussenmole des Hafens. Das erste Mal können wir uns für die kommenden Tage nicht auf unseren Wetterdienst ,,Windy'' verlassen. Denn das Wetter auf Porquerolles ist schwierig vorherzusagen. Wir unternehmen kleine Wanderungen auf der wunderschönen Insel und geniessen die Zeit als Familie. Auch unternehmen wir einmal einen Ausflug mit dem Schiff und gehen für einen Tag vor Anker, in der Bucht am Strand von Notre Damme. Geplant war ursprünglich direkt von Porquerolles nach Korsika zu segeln, leider sieht das Wetter für die kommende Woche garnicht gut aus und wir entscheiden uns kurzerhand, in Richtung Festland weiter zu segeln. Für den Fall, dass das Wetter so bleibt, segeln wir der Küste entlang nach Korsika. Auf Porquerolles lagen wir ausserdem einmal eine Nacht an der Boje. Dies war sehr ungemütlich, denn wir hatten keinerlei Ruckdämpfer für unsere Leinen am Bug. Das Bojenfeld selbst liegt im Inneren des Hafenbeckens und ist bei Nordwinden dem Schwell direkt ausgesetzt.

Unser nächstes Ziel ist der Hafen von Cavalaire sur Mer.

Wer die Insel selbst einmal besuchen möchte, kann dies vom Festland aus, sehr einfach mit den häufig verkehrenden Fährschiffen machen. Ausserdem lädt die Insel zum Fahrradfahren ein, weshalb sich die Fahrradvermietungen im kleinen Hauptort häufen.


Cavalaire sur Mer

An einem kalten verregneten Freitagmorgen setzen wir die Segel und machen uns auf den Weg nach Cavalaire sur Mer. Eine Strecke von ca. 25 SM. Der Wind ist böig, unkonstant und kommt direkt von Vorne. Dank der auffrischenden Briese legen wir die Distanz in kurzer Zeit zurück und sind froh, nach dem Mittag in Cavalaire sur Mer angekommen zu sein.

Geplant ist ein Stop für zwei Tage, danach wollen wir nach La Napoule.

Wie vor jeder Abfahrt kontrollieren wir nebst vielen anderen Dingen auch unseren Motor. Diesesmal wohl ganz zu recht, denn wir stellen fest, dass die Wasserpumpe für den internen Kühlkreislauf leckt und somit defekt ist. Eine sofortige Reparatur ist aufgrund fehlender Ersatzteile nicht möglich und wir entscheiden uns, eine neue Pumpe zu bestellen. Da unsere Maschine bereits 45 Jahre alt ist, sind auch die Ersatzteile rar. Wir finden dennoch in Holland einen Händler, der eine solche Pumpe anbietet und bestellen diese per express.

Überraschenderweise ist die Pumpe schon nach zwei Tagen in Frankreich und wir bauen sie sofort ein. Dann die Ernüchterung, die neue Pumpe leckt ebenfalls. Was für eine Entäuschung. Denn der Ausbau der alten Pumpe hat uns vor grosse Herausforderungen gestellt, die vor über 45 Jahren eingebauten Teile liessen sich nicht alle ohne weiteres ausbauen. So mussten wir für das Bullirad sogar ein Abziehwerkzeug aus handelsüblichen Baumarktartikeln anfertigen. Der Baumarkt liegt rund zwei Stunden Fussmarsch vom Hafen entfernt. Also alles auf Anfang.

Wir haben erneut das Internet nach einer passenden Pumpe durchsucht und sind wieder in Holland fündig geworden. Diese Pumpe erreicht uns vorraussichtlich nächsten Montag und wir hoffen sehr, dass uns diese dann weiter bringt. Die ,,neue defekte'' Pumpe können wir zurücksenden.


Autor: Silvan und Manuela




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